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Archenhold - Sternwarte - Forschungsschwerpunkte

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Forschungsschwerpunkte:

Bestand astronomischer Instrumente in den Sammlungen Deutschlands

Instrumente sind die Träger wissenschaftlicher Praxis und als solche für das Studium historischer Beobachtungen und Messungen unabdingbar. Während schriftliche Quellen, also Archive und Bibliotheken, als Grundlagen astronomiehistorischer Forschung relativ gut erschlossen sind, ist dies bei wissenschaftlichen Instrumenten deutlich weniger der Fall.

Um eine Grundlage für die Arbeit an und mit historischen Instrumenten zu schaffen, erarbeitet die Archenhold-Sternwarte einen Bestandskatalog aller astronomischen Instrumente in Deutschland. Dieses Projekt wird durchgeführt im Rahmen einer internationalen Kooperation mit der Internationalen Astronomischen Union.
Ansprechpartner ist Dr. Jürgen Hamel.


Rekonstruktion astronomischer Bauten und deren Umfeld

Die Praxis mit wissenschaftlichen Instrumenten steht physisch nicht isoliert, sondern muss im Verband mit zahlreichen äußeren Faktoren wie z. B. Klima, Landschaft oder Architektur gesehen werden.
In einem umfangreichen Forschungsvorhaben rekonstruiert der Arbeitskreis Astronomiegeschichte der Archenhold-Sternwarte die historische Sternwarte in Remplin, Mecklenburg. Die Rempliner Sternwarte war eine der zentralen Sternwarten des norddeutschen Raums im 18. Jahrhundert.
Durch die Rekonstruktion der Sternwarte und des sie umgebenden Landschaftsparks ergibt sich eine einmalige Gelegenheit die Umweltfaktoren astronomischer Forschung zu studieren.
Ansprechpartner ist Dietmar Fürst.


Beobachtung des Perlschnurphänomens

Der scheinbare Durchmesser der Sonne ist eine wichtige astronomische Größe.
Eine sehr genaue Methode zur Bestimmung dieses Wertes ist die Vermessung des Perlschnurphänomens bei totalen oder ringförmigen Sonnenfinsternissen. Dabei werden Beobachtungstationen an beiden Rändern der Totalitätszone eingerichtet.
Zur Präzisierung der Messungen sind Beobachtungen über lange Zeiträume notwendig. Expeditionen zu solchen Beobachtungen werden seit zahlreichen Jahren unter der Koordination der IOTA/ES durch Mitglieder der AG der Archenhold-Sternwarte u.a. nach Mexiko, Simbabwe und Südafrika durchgeführt.
Ansprechpartner ist Konrad Guhl.


Zählteleskop und Messdatensammlung

Seit Januar 1997 wird an der Archenhold-Sternwarte ein Zählteleskop betrieben.
Dieses Instrument erweitert historische Erstmessungen einer Arbeitsgruppe um Werner Heisenberg.
Durch den Eintritt sogenannter primärer kosmischer Strahlung, z. B. von Supernovaexplosionen oder durch Sonnenaktivität, entsteht in der Erdatmosphäre
sogenannte Sekundärstrahlung. Diese Strahlung ist Gegenstand der messtechnischen Untersuchungen an der Archenhold-Sternwarte. Bedingt durch die bisherige lückenlose Datensammlung entstanden und entstehen Monats- und Jahresprofile über den vermessenen Himmelsausschnitt. Bedingt durch die seit Messbeginn unveränderte Aufstellung des Instruments werden Aufstelleffekte unterdrückt. Die Messergebnisse des Zählteleskopes werden mit den Ergebnissen anderer Institute abgeglichen.
Kontakt: Jürgen Rose