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Deutsches Technikmuseum Berlin - Medieninfo: Papierausstellung

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Eröffnung der Papiermanufaktur

Die neue Dauerausstellung zur Papiertechnik im Deutschen Technikmuseum

Das Deutsche Technikmuseum feiert am 14.12.2008 den 25. Jahrestag seiner Eröffnung. Aus diesem Anlass wird die Ausstellung zur Papiertechnik, eine der ältesten Dauerausstellungen des Museums, nach vollständiger Überarbeitung neu eröffnet.

Die Kuratoren – Joseph Hoppe, Leiter des Fachbereichs Papier-, Schreib- und Drucktechnik und Koordinator Ausstellungen, und Kerstin Wallbach, wissenschaftliche Volontärin des Fachbereichs – werden die Ausstellung am 11.12.2008 der Presse präsentieren.

Weihnachtliches Papierfest

Am 14.12.08 veranstaltet das Technikmuseum von 12.00 bis 17.00 Uhr ein weihnachtliches Papierfest rund um das Thema Papier, das sich vor allem an Familien mit Kindern richtet.

Die neue Dauerausstellung zur Papiertechnik im Technikmuseum

<em>„Westliches Papier ist kaum mehr als ein Gebrauchsgegenstand, aber die Textur des chinesischen oder japanischen Papiers gibt uns ein gewisses Gefühl der Wärme, der Stille und der Ruhe.“</em> (Junichiro Tanizaki, Lob des Schattens, Kyoto, 1933)

Nach einer umfassenden Neugestaltung steht die Papiermanufaktur wieder allen Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung. Für das Aktivangebot Papierschöpfen gibt es neben den historischen Pferdetrögen von jetzt an auch zwei neue, rollstuhlgerechte Schöpfplätze. Ebenfalls neu gestaltet zeigt sich die benachbarte ehemalige „Pferdetreppe“. Hier sieht man im Vorübergehen die große Vielfalt der unscheinbaren Welt von Textil- und Papierfasern in etwa 1000-facher Vergrößerung. Man entdeckt auch die wahren Erfinder von Papier und des stärksten Fadens der Welt.
Die neue Dauerausstellung zur Papiertechnik gibt einen kulturgeschichtlichen Überblick, stellt Hand- und Maschinenpapierherstellung gegenüber und thematisiert die Faseraufbereitung. Daneben werden Wasserzeichen aus einer Sammlung der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) präsentiert, Siebe und Papierprüfgeräte sowie verschiedene Papierobjekte aus den Bereichen Kulturelle Nutzung, Kommunikation und Technik gezeigt.
Eine Besonderheit ist mit Sicherheit einer der Prototypen eines japanischen Origami-Raumgleiters, dessen Nachfolger 2010 von der internationalen Raumfahrtstation ISS zur Erde zurückfliegen soll. Ebenfalls eine Rarität ist das birmanesische Goldschlägerpapier aus Bambus, das als Zwischenschicht bei der Herstellung von Blattgold genutzt wird und eine Herstellungszeit von über 5 Jahren hat. Mit diesen Objekten möchte die Ausstellung dazu beitragen, die Sensibilität für Papiere auch in anderen Bereichen zu erhöhen. Art und Herkunft von verwendeten Papieren sind ebenso in der Kunst, Fotografie, Literatur, Architektur, Konstruktions- und Wissenschaftsgeschichte von großer Bedeutung.

Die Ausstellungsgestaltung - Assoziation mit Asien

Die chinesischen Wurzeln des über 2000 Jahre alten Schrift- und Zeichenträgers werden in der Ausstellungsgestaltung von gewerk design durch eine asiatische Anmutung des Raumes angedeutet. Eine zurückhaltende Farbwahl, klare Linien und Strukturen stehen für Schlichtheit, Ruhe und Konzentration einer japanischen Papierwerkstatt. Die gesamte Länge des Raums wird für einen Wandfries genutzt, der die Geschichte des Papiers mit wenig Text, aber vielen Bildern erzählt.

Die historische Pferdetreppe - Pferde, Fasern und Insekten

Die Ausstellung zur Papiertechnik bildet eine thematische Einheit mit den benachbarten Abteilungen Schrift- und Drucktechnik. In der angrenzenden Pferdetreppe eröffnen sich den Besucherinnen und Besuchern mit einer Galerie von 12 eindrucksvollen Faserbildern überraschende Einblicke in die eher unscheinbare Welt der Textil- und Papierfasern. Die Aufnahmen wurden mittels modernster REM-Technik (Rasterelektronenmikroskop) an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (FHTW Berlin) hergestellt und anschließend stark vergrößert. Zwei integrierte Vitrinen thematisieren große Erfindungen kleiner Lebewesen: Papierhäuser von Wespen und Hornissen sowie die Spinnseide der Gartenkreuzspinnen mit ihren faszinierenden Materialeigenschaften.

Papiermanufaktur im Technikmuseum

Der denkmalgeschützte Ausstellungsraum wurde vor 100 Jahren als Bestandteil einer Eisfabrik von der Markt- und Kühlhallengesellschaft (MUK) als Pferdestall genutzt. Eine besondere Herausforderung war es, für eines der beliebtesten Aktivangebote des Technikmuseums, das Papierschöpfen in den ehemaligen Pferdetrögen, jährlich von über 3000 Kindern besucht, eine optimale und barrierefreie Lösung zu finden.

In den historischen Futterkrippen des ehemaligen Pferdestalls können Kinder ab 8 Jahren sowie Jugendliche und Kleingruppen unter fachkundiger Anleitung selbst Papier schöpfen. Zwei der Arbeitsplätze sind rollstuhlgerecht.
Des Weiteren finden regelmäßig Vorführungen an der europäischen Bütte statt: Jeweils mittwochs wird eine Versuchspapiermaschine von 1960 vorgeführt. Bei der acht Meter langen Maschine kann man die wichtigsten Produktionsstufen einer modernen Papiermaschine erkennen.
Anmeldungen für Gruppen unter 030/90254-220.
Informationen für Lehrer/innen und andere Gruppenleiter/innen zum Download unter www.sdtb.de.

Weihnachtliches

Anlässlich der neuen Dauerausstellung zur Papiertechnik veranstaltet das Deutsche Technikmuseum ein weihnachtliches Papierfest für große und kleine Besucherinnen und Besucher. Zwischen 12 und 17 Uhr lockt am 3. Advent ein buntes Programm mit Mitmachaktionen, Vorführungen und Führungen.
So können besonders die kleinen Besucher Papier schöpfen, Weihnachtskarten basteln und bedrucken oder eine Runde mit dem Kleinkarussell fahren.
Daneben gibt es rund um das Thema Papier viele Führungen, Einblicke in die Bibliothek und das unterirdische Historische Archiv sowie eine Weihnachtspostkartenaktion mit passendem Postamt. Im Fachgeschäft für Bürobedarf von 1930 können zwei versierten „Bürofräuleins“ Weihnachtskarten diktiert werden. Parallel dazu finden Aktivitäten und Vorführungen zu Papierherstellung, Buchbindung, Lithographie, Restaurierung und historischer Drucktechnik statt.
Im Umfeld der Sonderausstellung „mathema – Ist Mathematik die Sprache der Natur?“ wird mathematisches Papierfalten und Sternenfalten angeboten. Untermalt von einer Schellackplattenvorführung der Fred-Frohberg-Stiftung können alle Altersgruppen im Zeitungscafé bei Kaffee, Kuchen, Glühwein und Kinderpunsch einen ruhigen und entspannten 3. Advent verbringen.

Papierfest
am 14.12.2008
12:00 – 17:00 Uhr

Regulärer
Museumseintritt!