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Deutsches Technikmuseum Berlin - Medieninfo: Pille oder Petrischale: Die Kontrolle der Fortpflanzung

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Einladung zur Auftaktveranstaltung der Reihe
„Forum Technoversum – die Zukunftsdebatte im Deutschen Technikmuseum“

Pille oder Petrischale: Die Kontrolle der Fortpflanzung

Diskussion mit Prof. Carl Djerassi („Mutter der Pille“) und Dr. Barbara Orland (Universität Basel)
Moderation: Dr. Ralf Müller-Schmid (Redaktionsleiter DRadio Wissen)

In Kooperation mit
Logo: DRadio Wissen digital



Donnerstag, 11. November 2010, 19:00 Uhr (Einlass 18:30 Uhr)
Deutsches Technikmuseum, Foyer
Der Eintritt ist frei.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
hiermit laden wir Sie herzlich zum Auftakt unserer neuen Veranstaltungsreihe „Forum Technoversum – die Zukunftsdebatte im Deutschen Technikmuseum“ ein. Mit diesem neuen Format greifen wir in regelmäßigen Abständen aktuelle und kontroverse Themen auf, die einen inhaltlichen Bezug zu den Sammlungen des Deutschen Technikmuseums (DTM) haben.

Wir freuen uns über Ihre Berichterstattung, Vorberichterstattung und Terminhinweise!

Den Startschuss gibt die Diskussion Pille oder Petrischale – die Kontrolle der Fortpflanzung mit Prof. Carl Djerassi („Mutter der Pille“) und Dr. Barbara Orland (Universität Basel) am Donnerstag, den 11. November. Moderieren wird den Abend im Foyer des Deutschen Technikmuseums Dr. Ralf Müller-Schmid (Redaktionsleiter DRadio Wissen).

Bei dem Gespräch zwischen der Wissenschafts- und Technikhistorikerin Orland und dem Chemiker, Erfinder der Antibabypille und Schriftsteller Djerassi sollen medizinische und ethische Fragen rund um Verhütung, Familienplanung und künstliche Befruchtung zur Sprache kommen. Wie werden medizinische Technologien in Zukunft den Umgang mit der Fortpflanzung verändern? Die hormonelle Verhütung durch die Antibabypille ermöglichte vor 50 Jahren erstmals die Trennung von Sexualität und Fortpflanzung. Ist es denkbar, dass in Zukunft die Reproduktionsmedizin die Kontrolle über die Fortpflanzung, Schwangerschaft und Geburt übernimmt?

Die Diskussion knüpft an die Dauerausstellung „Pillen und Pipetten“ des DTM an. Hier wird am Beispiel des Berliner Unternehmens Schering die kulturhistorische Bedeutung der chemisch-pharmazeutischen Industrie anschaulich gemacht.

In Kooperation mit DRadio Wissen Logo: DRadio Wissen digital
Sie empfangen DRadio Wissen digital im Internet unter wissen.dradio.de, über Kabel oder via Satellit.

Die Diskussion wird live in Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur auf den LW 153 und 177 kHz, der MW 990 kHz und per Livestream unter www.dradio.de übertragen. Außerdem wird die Diskussion am 18.11.2010 um 20:05 Uhr auf dem Sendeplatz "Hörsaal" im Programm von DRadio Wissen
ausgestrahlt.

Informationen zu den Teilnehmern:
Barbara Orland
ist Wissenschafts- und Technikhistorikerin am Programm für Wissenschaftsforschung der Universität Basel. Ihre Forschungsinteressen betreffen verschiedene Gebiete der Geschichte biomedizinischer Technik, darunter die Fortpflanzungstechniken, die medizinischen Visualisierungstechniken, und aktuell die Biochemie und Ernährungswissenschaften. Zwischen 2004 und 2007 hat sie als Geschäftsführerin das Zentrum "Geschichte des Wissens" von ETH und Universität Zürich mit aufgebaut. 2007/2008 hatte sie eine Gastprofessur am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien inne.

Carl Djerassi ist Romanautor, Dramatiker und emeritierter Professor für Chemie an der Stanford University. 1951 gelang ihm mit seinem Mitarbeiter erstmals die Synthese eines steroidalen Kontrazeptivums, aus der das orale Verhütungsmittel „Pille“ entwickelt wurde. 1973 erhielt er dafür die National Medal of Science. Für seine Forschungstätigkeit erhielt er zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen und mehr als 20 Ehrendoktortitel. Der sich selber als „Mutter der Pille“ bezeichnende Chemiker setzte in den 1980er Jahren sein Leben als erfolgreicher Literat fort, und verband zunächst
beide Professionen in dem von ihm geschaffenen Genre „Science-in-Fiction“. Seine Romane sind Bestseller und die Dramen werden auf zahlreichen Bühnen der Welt aufgeführt.

Ralf Müller-Schmid ist Wissenschaftsjournalist und Redaktionsleiter bei DRadio Wissen. Seit 1993 arbeitet er als freier Autor für den Hörfunk der ARD sowie für Neue Zürcher Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nach einem Lehrauftrag für Philosophie an der TU Chemnitz (2001-2003) war er
wissenschaftlicher Referent der Irmgard Coninx Stiftung im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und promovierte am Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften
der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt. Von 2006 bis 2009 war Müller-Schmid Redakteur bei Deutschlandradio Kultur und ist seit 2010 Redaktionsleiter bei DRadio Wissen.