Zukunft des Spectrums
In nächster Zeit ist im Science Center Spectrum mit einigen Veränderungen zu rechnen. So ist – neben der Einrichtung eines Schülerlabors zum Thema “Historische Experimente am historischen Ort” – eine weitreichende Überarbeitung sämtlicher Experimentierbereiche vorgesehen.
Aufgrund der umfassenden Modernisierungsarbeiten wird das Science Center daher ab dem 5. Dezember 2011 bis voraussichtlich Ende 2012 geschlossen haben.
Zentrale Ideen der Spectrum-Modernisierung
Das zukünftige, modernisierte Spectrum wird eine Reihe von Neuerungen bereithalten. Besondere Schwerpunkte werden dabei viele neue und deutlich weiterentwickelte Experimentierstationen bilden. Akzente setzen dürften beispielsweise kommunikative „Spielereien mit Licht und Farbe“, eine „Reise durch mikro- und makroskopische Welten“ oder die Möglichkeit, Lautstärke und Schallausbreitung im Raum direkt sichtbar zu machen.
Unmittelbar sicht- und erlebbar wird auch die neue Struktur der Ausstellung werden. Implizit bereits jetzt vorhandene Themenbereiche wie zum Beispiel „Mikrokosmos – Makrokosmos“ werden jeweils für sich in ihren zentralen Aspekten zusammenhängend und allgemein verständlich dargestellt werden. Ein durchgängiger „roter Faden“ wird ein verlässlicher „Wegweiser“ durch die im Spectrum präsentierte Welt der Naturwissenschaft und Technik sein. Er strukturiert jeden einzelnen Themenbereich. Zugleich verbindet dieser „rote Faden“ aber auch die verschiedenen Themenbereiche miteinander. Innerhalb eines jeden Bereichs werden an geeigneten Stellen vermehrt Bezüge zur Alltagswelt, zur Mathematik und in ganz besonderem Maße zu ausgewählten Objekten und Themen aus den Sammlungen und Häusern der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin hergestellt werden.
Wer sich vertieft über ein in der Ausstellung nur grob behandeltes Thema informieren möchte, der wird an den neuen interaktiven Medienstationen ausreichend Gelegenheit dazu haben. Neu und dauerhaft werden in die Ausstellung auch spezielle Angebote für jüngere Kinder integriert werden. Diese werden sich unter anderem durch eine für diese Zielgruppe geeignete Form der Ansprache und entsprechend vereinfachte Experimentiermöglichkeiten hervortun.
Stärkung der regionalen und internationalen Position des Spectrum
Das Spectrum wird seinen Blick auch auf lokale Besonderheiten, Themen und Persönlichkeiten legen. Mit seiner zukünftig durchgängigen Zweisprachigkeit (Deutsch/Englisch) und seiner stark grafisch orientierten Vermittlung der Ausstellungsinhalte wird es sich aber auch verstärkt an ein internationales Publikum richten. Dadurch möchte das Science Center seine Position sowohl innerhalb der regionalen, erlebnis- und freizeitorientierten Wissenslandschaft als auch international weiter stärken.
Ausbau der Vermittlungspotenziale
Die grundlegende Modernisierung der Ausstellungsdidaktik und -präsentation und eine nach modernen didaktischen Erkenntnissen und Methoden gestaltete (Lern-)Umgebung sollen zusätzlich dazu beitragen, grundlegende Inhalte von Naturwissenschaft und Technik noch leichter als bislang zugänglich zu machen und in übergeordnete Zusammenhänge einzuordnen. Mit seinen zukünftig erweiterten Präsentations- und Vermittlungsmöglichkeiten wird das Spectrum seine Vermittlungspotenziale weiter ausbauen. So wird es seiner Rolle als außerschulischer Lernort mit einem nachhaltigen Nutzen für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen noch mehr als bisher gerecht werden. Eine wichtige Rolle wird in diesem Zusammenhang auch die Einrichtung eines Schülerlabors zum Thema „Historische Experimente am historischen Ort“ spielen.
Der Gestaltungsansatz
Die grundlegende Gestaltung des Spectrums erfolgt durch das Büro studio klv, welches dazu den Begriff „Spektrum“ als ein im naturwissenschaftlichen, aber auch im allgemeinen Sprachgebrauch verankertes Prinzip nutzt. Der Spektralanalyse liegt das Prinzip der Aufspaltung zugrunde. Und wie in einem Spektrum werden im Science Center Spectrum komplexe Gegenstände und Inhalte der Technikgeschichte in unmittelbar erlebbare naturwissenschaftliche Einzelphänomene „aufgespalten.“ Umgekehrt trägt auch das Kombinieren und Zusammenfügen einzelner grundlegender Phänomene und Prinzipien zur technischen Innovation das Bild des Spektrums in sich.
Das „Spektrum“ als Gestaltungsprinzip und Leitsystem
Vorentwurf eines Ausstellungsraums. Grafik: studio klv
Im Science Center selbst wird das Bild des „Spektrums“ als durchgängiges Gestaltungsprinzip und als ein über den reinen Einsatzzweck hinausgehendes Leit- und Orientierungssystem erlebbar werden. In jeder Etage, jedem Raum und an jedem einzelnen Experiment werden alle Farben des Spektrums die stets sichtbare Basis einer jeweils gezielt hervortretenden, entsprechend gewählten, Farbgebung bilden. Durch das Aufweiten eines schmalen Bereichs aus dem vollständigen Farbspektrum wird in jedem Themenbereich jeweils eine andere (Spektral-)Farbe dominieren. So entstehen im ganzen Haus farblich deutlich voneinander abgesetzte, leicht unterscheidbare, Themenbereiche, die sich in der Regel über mehrere Räume erstrecken. An den Übergängen zu benachbarten Themenbereichen werden Farbübergänge zu im Farbspektrum benachbart liegenden Tönen den thematischen Wechsel sowie den weitergeführten „roten Faden“ versinnbildlichen.
Ein durchgängig in allen Ausstellungsräumen umlaufendes „Wand-Spektrum“ inszeniert den Blick in den Alltag, zu ausgewählten Exponaten und Themen aus allen Häusern der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin, zu wichtigen übergeordneten Informationen sowie zu im Themenzusammenhang interessanten Fakten. Kreisförmig gestaltete „Ausblicke“ vertiefen diesen Ansatz an verschiedenen Stellen.
Insgesamt soll die Gestaltung der zukünftigen Ausstellung – trotz ihrer Vielschichtigkeit –durch ihre klare, inhaltlich und visuell leicht nachvollziehbare Strukturierung, Besucherinnen und Besuchern einen einfachen Einstieg in alle angebotenen Themen ermöglichen und ihnen die Orientierung in der Ausstellung möglichst leicht machen.
Der zukünftige Zugang ins Spectrum
Vorentwurf des neuen Zugangsbereichs in das Spectrum. Grafik: studio klv
Besucherinnen und Besucher werden das Spectrum nach seiner Modernisierung über das neue Eingangsgebäude betreten können, welches bereits jetzt schon auch als Eingangsgebäude für den neuen Ausstellungsbereich in der Ladestraße "Mensch in Fahrt - unterwegs mit Auto & Co." dient. Im Spectrum selbst werden zwei, an das Eingangsgebäude angrenzende, Ausstellungsräume einem klar strukturierten, großräumigen Foyer weichen. Über diesen werden Besucherinnen und Besucher direkt zum zentralen Bereich – dem Lichthof im Zentrum des Gebäudes – gelangen. Von dort aus wird sich das Science Center dann wie gewohnt leicht erschließen lassen. Eine wichtige Neuerung wird bereits im Foyerbereich eine elementare Einführung in die Themen, die besondere Didaktik und die verschiedenen neuen Elemente des Spectrums sein.
Die gesamte Maßnahme der Überarbeitung und Modernisierung des Spectrums soll im Jahre 2012 zum Abschluss gebracht werden.
Dank Lotto und EFRE auf dem Sprung in die Zukunft
Ohne die großzügige Unterstützung der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin sowie der Europäischen Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)) wäre dieses große Projekt nicht zu realisieren. Daher gilt oben genannten Förderern bereits an dieser Stelle der besondere Dank. Insbesondere durch sie kann das Science Center Spectrum nun einen großen Sprung in Richtung Zukunft wagen.
Projektförderung:
Das Vorhaben "Ausbau und Modernisierung des Science Centers Spectrum" erfolgt mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.
Das Vorhaben "Ausbau und Modernisierung des Science Centers Spectrum" wird von der Europäischen Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) kofinanziert.
Investition in Ihre Zukunft!
